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FilmZeit im [ka:punkt]

 

Das Filmprogramm für das zweite Halbjahr 2018:

 

Kino 2

Dienstag, 18.09.2018 – 18:30 Uhr

Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit

John May ist ein Mensch der besonderen Art. Mit fast obsessiver Akribie und wahrer Engelsgeduld bemüht er sich im Auftrag der Londoner Stadtverwaltung darum, Angehörige einsam verstorbener Menschen ausfindig zu machen. Wenn sich alle Spuren als vergeblich erwiesen haben, kümmert sich Mr. May um eine würdevolle Beisetzung – liebevoll wählt er die geeignete Musik aus und schreibt die Ansprache für die Trauerfeier, deren einziger Gast er selbst ist.

 

 

Dienstag, 30.10.2018 – 18:30 Uhr

Harold und Maude

Der etwa 20-jährige Harold lebt mit seiner wohlhabenden Mutter in einer kalifornischen Villa. Er hat eine distanzierte Beziehung zu der Mutter, die oberflächlich ist und fast nur auf gesellschaftliche Etikette achtet. Nur einmal spürt Harold so etwas wie Bindung, als er heimlich Zeuge wird, wie zwei Polizisten ihr die Nachricht überbringen, Harold sei bei der Explosion des Chemielabors an seiner Schule ums Leben gekommen. Da seine Mutter daraufhin zusammenbricht, versucht er anschließend immer wieder, durch auf schockierend realistische Weise inszenierte Schein-Selbstmorde ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Er ist vom Tod fasziniert, was sich auch in den fingierten Selbstmorden ausdrückt. Anfangs fährt er einen gebrauchten, zum Leichenwagen umgerüsteten Cadillac.

 

Dienstag, 27.11.2018 – 18:30 Uhr

Merry Christmas

Weihnachten 1914 an der Westfront. Die britischen, deutschen und französischen Truppen liegen sich schon seit Monaten in einem tödlichen Kampf gegenüber. Nach der anfänglichen Kriegsbegeisterung sind die Männer müde und haben auf beiden Seiten nur einen Wunsch: "Dass endlich Schluss sein möge mit dem grausamen Töten!". Und so ereignet sich ein kleines Wunder: Die einfachen Soldaten auf beiden Seiten haben sich per Zettel und Zeichen verständigt und einen inoffiziellen Waffenstillstand verabredet: "We not shoot, you not shoot!", so die Parole. Und es funktioniert. Als der deutsche Soldat und Tenor Sprink "Stille Nacht" anstimmt, antworten die Franzosen und Engländer mit Applaus. Man stellt Kerzen und Tannenbäume zwischen Stacheldraht und Niemandsland. Soldaten, die gerade noch alles taten, um sich gegenseitig auszulöschen, steigen aus ihren Gräben, begraben gemeinsam im Niemandsland ihre Toten, tauschen Geschenke aus und es kommt sogar zu einem Fußballspiel. Aber die "Verbrüderung mit dem Feind" alarmiert die Heeresleitungen, die umso härter darauf reagieren... Erst 4 Jahre und fünfzehn Millionen Tote später ist der Krieg zu Ende.